Rückblick Jubiläumsprogramm

| 18 Uhr

Ausstellung, Party

Ort

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg – Google Maps

20 JAHRE FREUNDESKREIS!

Der Höhepunkt unserer Veranstaltungen und Aktivitäten in diesem Jahr war sicherlich das großartige Jubiläum: Der Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V. feierte am 5. und 6. Dezember sein 20-jähriges Bestehen. Und erfreulich viele unserer Mitglieder waren dabei, so dass das Auditorium wieder bis an die Grenzen gefüllt war. Den ersten Abend der Jubiläumsfeierlichkeiten eröffnete Karen Fromm mit einer kurzweiligen Rückschau auf die Entstehungsgeschichte und die vielfältigen Aktivitäten unseres Vereins. In dem danach folgenden Grußwort betonte der künstlerische Direktor der Deichtorhallen Dirk Luckow noch einmal die wichtige Funktion des Vereins und dankte für das Engagement und die gute Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Programmpunkt am 5. Dezember war sicherlich die Verleihung der „Best Portfolio“-Preise durch Anja Kneller, Juryvorsitz und Vorstand, die dabei von Juana Bienenfeld (Referat Film und Fotografie der Kulturbehörde Hamburg) unterstützt wurde. Bereits am 8. November hatten wieder junge Fotografen ihre Portfolios erfahrenen Experten vorgestellt und die besten Fotoarbeiten wurden jetzt dem Publikum vorgestellt: Den ersten Platz belegte Sebastian Forkarth, der mit präzisen Kompositionen und zurückhaltender Farbigkeit in seinen Bildern die Jury überzeugte und somit den 1. Preis in Form einer von Leica gestifteten Kamera Leica X Vario mit nach Hause nahm. Der 2. Preis ging an Philip Frowein für die Arbeit “Blind Alleys” und mit zwei 3. Preisen wurden Eugen Steinbach und Julia Herrmann ausgezeichnet.

Dann folgte der kurzweilige Vortrag des slowakischen Fotografen Martin Kollar. In seinem Vortrag in unserer Reihe „Freunde der Fotografie“ zeigte Kollar seine aktuelle Bildserie, für die er in diesem Jahr u.a. auch den Leica Oskar Barnack Preis erhalten hat, und weitere Arbeiten: nicht zuletzt seine Serie „Nothing Special“ war ein amüsanter und bildmächtiger Teil seiner Präsentation.

Danach ging es vom Auditorium in die Ausstellungshalle des Hauses der Photographie. Hier präsentierte Stephanie Bunk die diesjährige Auswahl der Sammlerstücke: fünf Fotografien sind es diesmal, die wir unseren Mitgliedern zu besonderen Konditionen anbieten und empfehlen können (Mehr Informationen siehe unten). Anschließend erwartete alle Freunde der Fotografie ein entspanntes und fröhliches Get-Together mit vielen Begegnungen, Wiedersehen und intensiven Gesprächen. Die exklusive Öffnung der Ausstellung „Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie“ war dabei ein sehr passender Rahmen.

Am 6. Dezember präsentierten wir dann das jährliche Jäger & Sammler-Symposium, diesmal unter dem Motto „Was geht? Die Zukunft der Fotografie“. Sechs renommierte Kuratoren, Fotografiehistoriker und Fotografen waren eingeladen, aus ihrer Sicht Vorschläge, Antworten, aber auch weitere Fragen zum Thema vorzustellen. So ergab sich ein überaus dichtes, inhaltsreiches und meinungsstarkes Programm. Nach den Grußworten von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, und Ulrich Rüter, Vorstand des Freundeskreises, startete der Vormittag mit den Beiträgen von Krzysztof Candrowics (Künstlerischer Leiter der Triennale der Photographie Hamburg 2015) und Florian Ebner (Leiter der fotografischen Sammlung des Museums Folkwang in Essen). Schon hier wurden die Möglichkeiten und Herausforderungen in der Präsentation von Fotografie deutlich. Diese Vorstellungen setzten sich nach der Mittagspause mit den Beiträgen von Martin Germann (Senior Curator am S.M.A.K. in Gent) und Marcel Feil (stellvertretender Direktor und künstlerischer Leiter des Foam Fotografiemuseums in Amsterdam) weiter fort. Jeder Beitrag wurde von einer intensiven Diskussion aus dem vollbesetzten Auditorium begleitet, so dass sich immer wieder spannende Nachfragen und Ergänzungen ergaben. Den Abschluss des Symposiums gaben die beiden Präsentationen von Michael Hauri (Fotojournalist, Gründungsmitglied und Produzent des Berliner Multimedia-Studios 2470media) und der spanischen Fotografin Cristina de Middel, die nicht zuletzt durch ihre Serie „Astronauts“ international bekannt wurde. Mit welchen unterschiedlichen Strategien und persönlichen Schwerpunkten heute aktuelle Geschichten in der Fotografie erzählt werden können, wurde eindringlich deutlich. Nicht zuletzt die angeregte Diskussion zeigte die Bandbreite der verschiedenen Ansätze von audiovisuellem „Storytelling“, Fotofilm und Online-Reportagen sowie radikal subjektiver fiktionalisierter Dokumentation.

Nach über sieben Stunden intensiver Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Antworten (aber auch vielen neuen Fragen) zur Zukunft der Fotografie schloss unser Symposium dann mit einem geselligen Ausklang. Aus gutem Grund waren sich wieder alle Organisatoren und Teilnehmer einig: so intensiv, informativ und vielschichtig war das Symposium ein großartiger Erfolg. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung – auch wenn die Messlatte jetzt natürlich etwas höher liegt …

All unseren Mitgliedern und Förderern danken wir für die wunderbaren Begegnungen, die erfolgreiche Zusammenarbeit und die stetige Unterstützung durchs vergangene Jahr. Wir wünschen Ihnen einen glücklichen Start ins Neue Jahr und freuen uns auf die kommenden Projekte und Veranstaltungen im Jahr 2015!