Salon der Fotografie: Claudius Schulze

| 19 Uhr

Salon der Fotografie

Unkostenbeitrag

5 € für Mitglieder
8 € für Nichtmitglieder

Ort

F.C. Gundlach Bibliothek im Haus der Photographie

Deichtorstraße 1-2 – Google Maps

Der Freundeskreis lädt zum Salon der Fotografie mit Claudius Schulze ein.

Über viele Jahre hat der Hamburger Fotograf Claudius Schulze an seinem Projekt gearbeitet, ist rund 50.000 km quer mit Großbildkamera und einem eigens angeschafften Kranwagen durch Europa gereist, um seine Serie monumentaler Landschaftsbilder zusammenzutragen. Den aufwendig gestalteten Bildband wird er nun im Salon der Fotografie erstmals in Hamburg präsentieren. Wir freuen uns nicht nur auf den druckfrischen Bildband, der bei Hartmann Books publiziert wurde, sondern auch auf das Gespräch mit dem Fotografen und die vielen Geschichten hinter den Bildern, von denen Claudius Schulze berichten kann.

Die Serie „State of Nature“ zeigt eindrücklich, wie sehr Naturkatastrophenschutz heute ein selbstverständlicher Teil der europäischen Landschaft geworden ist. Was heute von uns gern als malerische Idylle wahrgenommen wird, ist oft Teil einer hochtechnologischen Umgestaltung weiter Regionen. Alpenpanoramen werden von Lawinenwänden zerschnitten, die Nordseeküste zerfurcht von Wellenbrechern. Sicherheit vor den drohenden Naturgefahren sollen Murengalerien, Steinschlagfangnetze, Lawinenverbauungen, Wildbachbefestigungen und Auffangkapazitäten in Stauseen schaffen. Die Hilfe moderner Technologie in Design und Bau ermöglicht es, die gewaltigen Kräfte der Natur weitgehend einzuhegen. Auf jeder Fotografie zeigen sich, mehr oder weniger sichtbar, die Schutzbauten in der Landschaft. Doch es geht in diesen Bildern nicht darum, die Grenze zwischen Kultur und Natur zu problematisieren. Im Gegenteil: Die Fotos verdeutlichen, wie sehr sich beide Sphären durchdringen. Entstanden sind die Motive in Europa (u.a. Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Liechtenstein, Montenegro, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz). Umso mehr verdeutlicht das Projekt „State of Nature“ das Privileg der europäischen Industrienationen, sich dem Klimawandel zu stellen. Denn der Rest der Welt bleibt den Veränderungen oft völlig schutzlos ausgeliefert.