Toby Binder: Wee Muckers – Youth of Belfast

Künstlergespräche / Freunde der Fotografie

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Wir freuen uns sehr, dass in unserer Reihe der „Freunde der Fotografie“ im Oktober Toby Binder sein Werk vorstellen wird. Der Fotograf ist international tätig, seine Arbeiten erscheinen regelmäßig in renommierten Magazinen und sein Werk wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Besondere Aufmerksamkeit erzielte in diesem Jahr seine neue Publikation „Wee Muckers – Youth of Belfast“ (Kehrer Verlag). Diese Serie erscheint hochaktuell, denn kaum eine Woche ohne ein neues Kapitel in dem scheinbar unendlichen Drama des Brexit. Bis zum 31. Oktober währt die Frist der Europäischen Union gegenüber Großbritannien, dann droht ein harter Brexit – ohne Vertrag. Worüber in den Medien nur marginal berichtet wird, ist die gefährliche Zuspitzung in Irland: Sollte der Brexit vollzogen werden, so müsste auch Nordirland die Europäische Union verlassen, obwohl die Bürger mehrheitlich dagegen gestimmt haben. Doch die offene Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland war eine grundlegende Bedingung des Friedensabkommens von 1988. Zuvor hatte ein über dreißigjähriger Bürgerkrieg die Insel beherrscht und der Friedensprozess ist auch heute noch äußerst fragil – kaum auszudenken sind die Folgen des drohenden Brexit.

Toby Binder dokumentiert den Alltag von Jugendlichen in britischen Arbeitervierteln bereits seit über zehn Jahren. Nach dem Brexit-Referendum hat er sein Augenmerk insbesondere auf Belfast in Nordirland gelegt und dort Jugendliche aus sechs verschiedenen, sowohl protestantischen als auch katholischen Stadtteilen begleitet. Über seine Erfahrungen, seine fotografische Arbeitsweise und seine Projekte wird Toby Binder in seinem Vortrag berichten.
Toby Binder, geboren 1977 in Esslingen, studierte an der Hochschule für Gestaltung Stuttgart. In seiner Fotografie konzentriert er sich insbesondere auf gesellschaftspolitische Themen. In Argentinien und Deutschland widmet er sich Auftragsarbeiten und persönlichen Projekten, bei denen er seine Themen in Nachkriegs- und Krisensituationen sowie im Alltag der Menschen findet. Seine Arbeiten wurden für den Sony World-Photo-Award und den Nannen-Preis 2017 nominiert. Im selben Jahr erhielt seine Arbeit eine ehrenvolle Erwähnung auf dem UNICEF Foto des Jahres.

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